Licht und Sehen
Lichtstrahlung ist ein Teilbereich elektromagnetischer
Wellen, der nach Eintritt in das Auge eine Hell- oder Farbempfindung
hervorruft. Sie unterscheidet sich von Röntgenstrahlung
sowie von Radar-, Fernseh- und Radiowellen allein durch
die Wellenlänge.
Im Wellenbereich zwischen 380 nm und 780 nm ist Strahlung
für das menschliche Auge wahrnehmbar. Jede Farbe kann
einer Wellenlänge zugeordnet werden. Wellenbereiche
oberhalb von 780 nm sind Wärme- oder Infrarotstrahlung
und unterhalb von 380 nm Ultraviolettstrahlung. Beide werden
mit dem Auge nicht mehr wahrgenommen.
Licht hat nicht nur direkten Einfluss auf das Sehvermögen,
sondern beeinflusst auch das vegetative Nervensystem und
viele Lebensfunktionen des Körpers, z.B. Verdauung
und Hormonhaushalt. Wahrnehmung, Konzentration und Aufmerksamkeit
werden durch höhere Beleuchtungsstärken verbessert.
Die Leistungsbereitschaft des Menschen nimmt zu. Der Einfluss
höherer Beleuchtungsstärken ist umso größer,
je höher der Anteil der visuellen Anforderungen und
je schwieriger die Aufgabe ist .
Durch höhere Beleuchtungsstärken können Fehler-
sowie Unfallhäufigkeit gesenkt werden. Bei übermäßigen
und lang dauernden Belastungen des Sehapparates sowie ungenügenden
Beleuchtungsbedingungen können Augenermüdung und
auch allgemeine Ermüdung auftreten.
Erkenntnisse der lichttechnischen Forschung sowie die weitergehende
Forderung nach menschengerechter Gestaltung sprechen auch
für eine stärkere Nutzung des natürlichen
Lichtes.
Durch Vorschriften wird beispielsweise gefordert:
- Sichtverbindung nach auen,
- Einhaltung einer Mindestfensterfläche und
- Anbringen von Sonnenschutz.
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